Jacob Ammann – der Amish Gründer

Als Gründervater der Amischen gilt nach wie vor Jacob Amman, doch wer war dieser Mensch? Was gibt es über Ihn und sein Leben zu berichten? Leider nicht viel, es gibt nur sehr spärliche Aufzeichnungen über Jacob Amann, den Gründer der Amish.

Wir haben uns einmal auf die Suche nach Dokumentationen über sein Leben gemacht, das Ergebnis sehen Sie nachfolgend:

Wichtige Facts über Jacob Amann:

  • Geboren 12.02.1644 in Erlenbach im Simmental (Berner Voralpen)
  • Gestorben ist er vor 1730 in Zellweiler / Elsass – darüber gibt es keine genauen Informationen
  • Er gilt als Ältester und Begründer der Amischen
  • Von Beruf war er Schneidermeister
  • Sein Vater war Micheal Amman und seine Mutter Anna Rupp
  • Jacob Amman heiratete Verena Stüdler und hatte mit Ihr mehrere Kinder
Jacob Ammann
Skizze von Jacob Ammann

Über das Leben von Jacob Amann

Der Name Jacob Ammann taucht in jedem Artikel über die Amisch auf, denn er gilt als Gründer und Namensgeber, „Amisch“ wurde aus seinem Nachnamen abgeleitet.

Jacob wurde am 12.02.1644 in Erlenbach im Simmenthal geboren, als er ganz klein war zog er mit seiner Familie ins rund 30 Kilometer entfernte Oberhofen am Thunersee, aus dieser Zeit des jungen Jacob gibt es keinerlei Aufzeichnungen.

Auch seine Hochzeit mit Verena Stüdler ist lediglich übermittelt, darüber gibt es keine Aufzeichnungen, aus diesem Grund ist auch nicht das Jahr der Heirat bekannt.

1693 taucht er wieder in den Büchern auf, jetzt als Ältester einer Täufergemeinschaft im Elsass, wann genau er ins Elsass gezogen ist, ist nicht bekannt. Vermutlich schon um 1680. Er floh aufgrund von Vertreibung, er musste bis dahin mehrmals vor dem Chorgericht erscheinen, er entschied sich dann zur Flucht ins Elsass.

Nach kurzer Inhaftierung in der Schweiz nahm seine Vision Fahrt auf.

In Steffisburg, eine Gemeinde in der Schweiz, konnte er rund 60 Berner Täuferfamilien davon überzeugen, mit Ihm in das Markircher Tal zu ziehen, das liegt im Elsass. Zusammen bildeten Sie die erste Gruppe der „neuen Gemeinde der Wiedertäufer“, die auch die „Jacob Ammans Partie“ genannt wird.

Ammann galt als „Patriarch“, von den eigenen Leuten seiner Gruppe wurde er „Amy“ genannt. Er war sozusagen der alleinige Bestimmer, alle sozialen und wirtschaftlichen Belange wurden durch ihn geregelt.

Das ging bis in das Jahr 1712 so. In diesem Jahr gab es eine Täufer-Abschiebeordnung, diese macht der Gruppe um Ammann den Verbleib in Frankreich unmöglich. Doch der charismatische Ammann handelte ein letztes Mal für seine Gruppe etwas aus. Alle Gemeindemitglieder bekamen ein ordentliches polizeiliches Führungszeugnis vor Ihrem Wegzug. Danach verstreuten sich die Mitglieder in verschiedenste Richtungen.

Wo genau Jacob Amann hinzog ist nicht festgehalten es wird vermutet das er vor 1730 im Breisgau starb.

Nach seinem Tod leitete sein jüngerer Bruder Ulrich Ammann eine Bewegung an, die sich später die „Amish“ nannten. Die Prinzipien von Jacob Ammann wurden dadurch aufrechterhalten.

 

Das war es, was es über das Leben des Jacob Ammann übermittelt wurde. Kennen Sie Quellen oder weitere Infos, dann freuen wir uns über einen Hinweis darüber.